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„Kleine liebenswürdige Menschenungeziefer“ Kinderbilder bei Wilhelm Busch
Do 16.04.2015 - So 13.09.2015

In einem Brief vom 1. September 1883 an seinen Künstler-Freund Franz von Lehnbach beschreibt Wilhelm Busch, wie viel Vergnügen es ihm bereitet hat, Kinder beim Spielen zuzuschauen:

Lieber Lenbach!
(...) Einem militärischen Spektakelspiel auf unserer Haide ausweichend, besucht ich letzthin meinen lieben alten Onkel Pastor Kleine in Lüethorst am Solling. Das Pfarrhaus wimmelte von Enkelkindern, welche zahllose Äpfel und Butterbröde verzehrten. Am lustigsten war aber dies kleine liebenswürdige Menschenungeziefer im Wald und auf den Bergen anzusehn; unter der Buche, an der Quelle, vor dem großen Flackerfeuer, wo die Kartoffeln drin schmorten. Die gleichzeitige Entdeckung eines Siebenschläfers (so nannts der Förster), im Rasenmantel einer Köhlerhütte erregte viel Aufsehn, die blinden weichen fettfaltigen Jungen sahen aus wie anderthalbzolllange Hippopotamuserln
(...)

Aus solchen Beobachtungen entstehen die in der Ausstellung gezeigten liebevollen Portraits und Zeichnungen der kleinen Personen. Sie stehen im starken Gegensatz zu seinen ungezogenen und geradezu bösen Kindern, die seine Bildergeschichten bevölkern.

Ausstellungseröffnung: Mi. 15. April, 17 Uhr

Datum:
16.04.2015 bis 13.09.2015

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