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Hans Traxler- Wilhelm-Busch-Preisträger 2015
Do 17.09.2015 - So 28.02.2016

Link zum Traxler-Interview, NDR-Mediathek :
http://www.ndr.de/kultur/kunst/niedersachsen/Wilhe...

Die drei Stifter Schaumburger Landschaft, Sparkasse Schaumburg und Schaumburger Nachrichten verleihen alle zwei Jahre den renommierten Wilhelm-Busch-Preis für ein künstlerisches Lebenswerk im Sinne des Namensgebers. 2015 wird der Preis an Hans Traxler vergeben, der an diesem Abend mit der Eröffnung einer Einzelausstellung im Geburtshaus geehrt wird.

Ausstellungseröffnung: Mittwoch 16. September, 19.30 Uhr

Freundlich-unerbittlicher Chronist des alltäglichen Schwachsinns

Was für ein Glücksfall: Zum 100. Todestag von Wilhelm Busch „imaginierte Hans Traxler, Meister der Neuen Frankfurter Schule in köstlichen Szenen die Aufnahme des legendären Wiedensahlers in den Künstlerhimmel“ schreibt DIE ZEIT. Und so beginnt der Cartoon: Als Meister Wilhelm Lobesam/ans Himmelstor für Künstler kam/Da riefen die Kritiker: „Nein, nein, nein! Ein komischer Zeichner kommt hier nicht rein!“. Und nun ist Hans Traxler im Geburtshaus auch er zeichnet komisch ganz in der in der Tradition des Hauspatrons. Und wir heißen ihn als würdigen Träger des Wilhelm-Busch-Preises 2015 herzlich willkommen in einer Reihe mit Robert Gernhardt, Loriot, F.W. Bernstein, Ernst Kahl und Franziska Becker.

Hans Traxler beginnt schon sehr früh zu zeichnen - mit 17 Jahren verkauft er seine erste Karikatur an eine Illustrierte – und tut das seitdem ohne Unterlass. Schaut man in seine Skizzenbücher: Jeden Tag wird ein Blatt gefüllt, als Skizze, als Handübung, als notierter Moment. Die Lust am künstlerischem Ausdruck, am sich Ausprobieren, am nicht Lockerlassen, am Getrieben sein ist spürbar. Aus der vorhanden Materialsammlung entstehen täglich neue Ideen für neue Geschichten, in der letzten Zeit viele für Kinder. In Traxlers aktuellem Bilderbuch Sofie mit dem großen Horn erzählt er fantasievoll illustriert von einem kleinen Mädchen, dass heimlich Alphorn spielen lernt, um dann seine Familie – alles begeisterte Flötisten – zu überraschen.

Als Mitbegründer der Neuen Frankfurter Schule arbeitet Hans Traxler vorerst am Satiremagazin PARDON mit – 1979 gründet er gemeinsam mit seinen Kollegen die Zeitschrift TITANIC. Mit von der Partie sind F.W. Bernstein, Bernd Eilert, Robert Gernhardt, Eckhard Henschel, Peter Knorr, Clodwig Poth und F.K. Waechter. Seit den 1980er Jahren veröffentlicht der Wahl-Frankfurter Beiträge im ZEIT-Magazin, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Süddeutschen Zeitung und leistet damit einen zeichnerischen wie schriftstellerischen Beitrag zu gesellschaftspolitischen und kritischen Themen. Der Maler, Cartoonist, Illustrator und Kinderbuchautor ist bereits mit dem Deutschen Karikaturistenpreis und dem Göttinger Elch für sein Lebenswerk geehrt worden. Und nun erhält er in dem Jahr in dem ganz Schaumburg den 150. Geburtstag von Max und Moritz feiert, den Wilhelm-Busch-Preis.

Foto Portrait Traxler: Barbara Klemm
Foto Raumansicht: Jürgen Wiemer

Datum:
17.09.2015 bis 28.02.2016

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