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Seine Wohnstätten

Altes Pfarrhaus (1872 – 1878) „Ich habe mich gestern ganz wohlbehalten hier auf der Pfarre wieder abgeliefert. So schau ich denn nun wieder mit leidlicher Seelenruh durchs alte Fenster und die alten entblätterten Obstbäume, welche im Winde rischeln und rascheln, ins weite Feld hinaus bis an den Wald."

An Johanna Keßler 1877

Gemälde Altes Pfarrhaus

Das „Alte Pfarrhaus" ist das dorfälteste noch erhaltene Pfarrbauernhaus im Stil der Niedersachsenhäuser. Der vordere Scheunenflügel ist um das Jahr 1550 gebaut, der zweigeschossige Wohnflügel im Jahre 1713. Wilhelm Buschs Schwager, Pastor Hermann Nöldeke war der letzte Inhaber der Pfarrstelle, der den Hof noch bewirtschaftete.

Der ganz obere Bereich beherbergt heute das Heimatmuseum mit der Sammlung von Oswald Klose. Eingeschlossen sind auch die Räume, in denen Wilhelm Busch von 1872-1878 lebte. Das untere Geschoss im Wohnflügel, besonders die Wohndiele, ist noch so erhalten, wie sie auf Buschs Bildern dargestellt ist.
Im Übrigen ist der vordere Teil des Hauses in den letzten Jahren mit Hilfe der Landeskirche Hannover saniert worden und dient der Gemeindearbeit.
Weitere Informationen finden Sie unter www.heimatbund-wiedensahl.de

Das Pfarrwitwenhaus (Rückseite) Pfarrwitwenhaus (1878 – 1898)
"Auch ich war immer daheim, grub, krautete, stocherte, handhabte die Gießkanne, besah alles, was wuchs tagtäglich genau und bin daher mit jeder Rose, mit jedem Kohlkopf, mit jeder Gurke intim bekannt geworden. Eine etwas beschränkte Welt, so scheints. Und doch, wenn mans recht erwägt, ist all das Zeugs, von dem jedes einzelne unergründlich ist, nicht weniger bemerkenswert als Alpen und Meer, als Japan und China."

An Johanna Keßler 1896

Das „ Pfarrwitwenhaus" wurde im Jahre 1742 gebaut. Das Grundstück hat einen großen Garten, den Wilhelm Busch bearbeitete und in seinen Briefen häufig beschreibt. Bald nach Wilhelm Buschs Übersiedlung nach Mechtshausen 1898 verkaufte die politische Gemeinde Wiedensahl das Haus. Durch die Verbeamtung der Pastoren war die Gemeinde der Fürsorge der Pastorenwitwen entbunden.

Das Haus hat in den letzten Jahren durch Umbauten den ursprünglichen Charakter verloren.

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