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„Der eine fährt Mist, der andere spazieren“ - Wilhelm Buschs malerischer Blick über Nachbars Zaun.
Di 28.09.2010 - So 10.04.2011

„Der eine fährt Mist, der andere spazieren“

Wilhelm Buschs malerischer Blick über Nachbars Zaun

Vom 28.September bis 13. April 2011

„Der eine fährt Mist, der andere spazieren“, heißt der recht provokante Titel einer neuen Ausstellung von Original-Gemälden des Künstlers im „Schatzkästchen“ des Wiedensahler Wilhelm Busch Geburtshauses. Zu sehen sind die Bilder bis zum 10. April des kommenen Jahres. Auf zumeist kleinformatigen Bildern – überwiegend aus den Beständen des „Deutschen Museums für Karikatur und Zeichenkunst - Wilhelm Busch“ in Hannover wagt dabei der mit seinen Ölbildern selten zufriedene Maler und Zeichner, Dichter und Denker (1832 – 1908) einen „malerischen Blick über Nachbars Zaun“. Die Nachbarn, die Bauern und Bäuerinnen seiner Wiedensahler Heimat, finden sich immer wieder auf diesen Genre-Bildern, selten das Signet des Künstlers und fast nie eine Jahreszahl. Und doch lassen sie sich zusammenführen unter dem Leitmotiv, einer Zeile aus dem Gedicht „Der Nöckergreis“. Das beginnt mit der verräterischen Ortsbeschreibung: „Ich ging zum Wein und ließ mich nieder / am langen Stammtisch der Nöckerbrüder.“ Ein paar Zeilen weiter wird der Dichter-Maler deutlicher: „Da ist zuerst die Hauptgeschicht: / Ein Bauer traut dem andern nicht.“

Auf dem Bild „Drei im Wirtshaus“ kann man sie wiederfinden. Die skizzenhaften Zechkumpane, die – weil mit sich selbst nicht zufrieden – gestikulierend über die Welt und Gott nöckern. Schimpfen, zetern, maulen eben. Selten hat Wilhelm Busch solche Zeitgenossen beim Malen im Sinn gehabt. Im literarischen Werk findet man sie häufiger, die da bejammern, „daß nichts so ist, wie man wohl möcht“. Und doch haben sich wohl alle Porträtierten ein leichteres Leben vorgestellt, zum vermeintlichen Bohemien Busch Abstand gehalten. Wie das Bauernpaar, das die  „Schwere Last“, den Getreidesack mit der Schubkarre zur Mühle ächzt.

Ausstellungseröffnung So. 26. September, 11 Uhr

Datum:
28.09.2010 bis 10.04.2011

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